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“Ein Problem kann niemals auf der gleichen Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist.” Albert Einstein
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Männerarbeit - Interview mit Jack Silver |
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Ein Interview mit Jack Silver zum Thema Männerarbeit
Jack Rainbowheart Silver, 1962 geboren, gründete 2001 die Kriegerschule. Er ist Vater einer Tochter,
erfahrener Persönlichkeitstrainer, Seminarleiter, Zeremonienleiter, Coach und Musiker. Ausbildungen in Zeremonial Medizin, Schamanismus, Coaching, Schwitzhüttenleiter. Erfahrungen mit Schamanen und Medizinleuten aus Nord und Südamerika. Erfahrungen mit Wicca, Wickingern und germanischen Traditionen. Arbeitete als Coach, Comedian, Seminarleiter. Leitet die Kriegerschule. Liebt das Leben!
Jack Silver im Internet:
www.Kriegerschule.de
MännerPortal.Net (MPN): Warum ist aus deiner Sicht Männerarbeit notwendig?
Jack Silver (JS): Männerarbeit ist genau so notwendig wie Frauenarbeit. Es ist in meinen Augen sehr wichtig, dass sich die Geschlechter immer wieder in getrennten Kreisen zusammen tun um zu lernen und zu wachsen, und uns dann wieder als reifere und erwachsenere Partner zu begegnen.
Was für uns Männer im Besonderen ansteht ist Verbindung und Kooperation untereinander. Das wurde uns nicht in die Wiege gelegt. Geprägt und geschult sind wir da schon eher im Konkurrenzkampf. Verbindung meint hier auch unbedingt die Verbindung zur Natur und so zu unserer eigenen Natürlichkeit.
Es geht darum, der zu sein, wie ich gedacht bin und dem entsprechend meinen Platz in der Gesellschaft einzunehmen und meinen Beitrag zu leisten.
MPN: Wie bist du zur Männerarbeit gekommen?
JS: So, wie ich mir es wünsche, dass wir Männer miteinander umgehen:
Ein Mann sprach mich während meiner schamanischen Ausbildung an und sagte, ich wäre der ideale Männertrainer. Zuerst stutzte ich und dann begann ich mit einem Freund zusammen, Männerseminare anzubieten. Das funktionierte so gut, dass ich nie mehr damit aufgehört habe und ständig an der Weiterentwicklung arbeite.
Ich meine damit, dass wir Männer uns nach unseren Talenten und Potentialen betrachten sollten, nach dem, wo einer leuchtet und Kraft hat. Wir sollten uns gegenseitig darauf hinweisen und unterstützen, das zu tun, was einem am besten steht und den Platz einzunehmen, der wirklich zu uns passt. Es geht darum, sich selbst und seine "Brüder" immer wieder zu prüfen und nachzuhaken, ob einer auf Abwegen ist oder am Ball.
MPN: Welche drei Dinge würdest du Männern raten, die den Weg zu sich selbst gehen wollen?
JS: Als erstes rate ich jedem Mann, sich andere Männer zu suchen, die das Selbe wollen und ernsthaft an sich arbeiten möchten. Aus diesem Grunde haben wir unsere "Bruderschaften" gegründet.
Trefft Euch alle 14 Tage und verpflichtet Euch, da zu sein, außer etwas sehr Wichtiges steht dem im Wege.
Verbindet Euch mit der Natur und arbeitet in der Natur an Euch. Elementar-Arbeit ist grundlegend wichtig. Natürlichkeit ist der Schlüssel zu unserem Glück! Wir Männer sind einfacher als wir denken.
MPN: Was sind aus deiner Sicht dir drei wichtigsten Probleme, mit denen sich Männern heute auseinander setzen?
JS: Es sind die Fragen:
Bin ich gut genug? Bin ich gut genug? Bin ich gut genug?
MPN: Was kannst du Männer raten, um diese drei Probleme zu lösen?
JS: Sei gut zu Dir! Sei gut zu Deiner Familie! Sei wer Du bist, nicht mehr und nicht weniger, und entwickle Dich weiter.
Ohne Druck und ohne "Richtig" und "Falsch"
MPN: Warum ist es für einen Mann wichtig tiefgehende Männerfreundschaften zu pflegen?
JS: Es gibt einfach Dinge und Themen, die wir Männer mit Frauen nicht besprechen können. Auch wenn viele Freuen sich das wünschen. Es bleiben einige Bereiche übrig, die "einfach" nur von Mann zu Mann austauschbar sind.
Eine tiefe Männerfreundschaft, die ich persönlich lieber als "Bruderschaft" bezeichnen würde, bedeutet für mich, dass ich mit Allem kommen kann. Dass ich protzen kann wenn mir danach ist und dass ich heulen kann, wenn mir danach ist. Bruderschaft bedeutet Wunden lecken und Arsch treten, albern sein und Glas klar Entscheidungen fordern, klugscheißen und sich gegenseitig auslachen, die Sau raus lassen können, verbal und körperlich, kämpfen, rangeln, schupsen und Raum halten für Probleme, Schmerzen und Ängste.
Und meine Brüder verstehen es, wenn ich in die Höhle muss, doch sie lassen
mich dort nicht verenden oder so lange verweilen, bis ich lichtscheu
geworden bin.
MPN: Männer und Gefühle, wie geht das?
JS: Sie haben, zulassen und sie zeigen. Ok. was es für manche Gefühle braucht ist ein Rahmen, ein Ort, an dem alles raus kann und darf.
Wie gesagt, es braucht Brüder.
MPN: Vielen Dank Jack, dass du deine Wahrheit gepochen hast. :-)
Das Interview führte Tom Süssmann
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