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“Schmerz, köstlicher Schmerz, der mich zurück ins Leben führt” Tom Süssmann
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Start Männer Gesundheit "Beschneidung" von Haydar Karatepe
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"Beschneidung" von Haydar Karatepe |
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Die Beschneidung in der antiken Welt
Es wird vermutet, dass die ägyptischen Priester von den beschnittenen Penissen nubischer Sklaven beeindruckt waren. Daher führten sie die Beschneidung auch in Ägypten ein. Die Juden lernten dann dort diese Praktik. Unter dem Diktat von Moses wurde die Beschneidung von Neugeborenen ("milah") zur Pflicht.
Mohammed ordnete die generelle Beschneidung von Knaben an. Diese wird daher auch heute noch bei Söhnen von Moslems im Kindes- oder Jugendalter durchgeführt. Obwohl fast durchweg praktiziert, gibt es auch im Islam unterschiedliche Ansichten, ob die Beschneidung tatsächlich Pflicht ist, da sie nicht im Koran, sondern in der nicht so hoch bewerteten Sunna erwähnt und dort als "empfohlen" definiert ist.
Die Beschneidung in der modernen Welt
hat eine ganz andere Geschichte. Es begann im 18. Jahrhundert, als der schweizer Arzt Tissot die Beschneidung als Kur für verschiedene "Krankheiten", u. a. Masturbation, propagierte. Daraufhin wurden in einigen europäischen Ländern Knaben durch Beschneidung "geheilt". Zu einer allgemeinen Einführung kam es aber nicht, statt dessen wurden die merkwürdigsten Apparaturen und Vorrichtungen zur Verhinderung der Masturbation propagiert. Eine Ausnahme bildete das viktorianische England. Dort verbreitete sich die chirurgische "Heilmethode" vor allem bei der Oberklasse. Durch das britische Imperium verbreitete sich die Beschneidung in vielen Ländern, wie den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und Indien. Besonders in den prüden USA fand die Beschneidung ab 1860 Verbreitung. Dort erschienen nämlich etliche Publikationen, die die Beschneidung als Prävention gegen "Selbst-Missbrauch" oder zur Bestrafung dafür propagierten.
Behandlung der Vorhaut:
Testosteronsalbe:
Häufig hat die Anwendung einer Östrogen- oder/und Testosteronhaltigen Creme, die auf die enge Präputialöffnung aufgetragen wird, Erfolg. Auch die Applikation einer Vitamin E - haltigen Salbe, die die Haut geschmeidig macht kann Erfolg haben.
Aus Erfahrung weiß man, dass z.B. Testosteron lokal angewendet, in der Regel zu einer Weitung der Vorhaut führt. Problematisch ist das bei heranwachsenden Jugendlichen, denn durch übermäßiges Auftragen kann die Hormonkonzentration so hoch werden, daß das Körperwachstum zu früh abschließt. Testosteron schließt nämlich das Knochenwachstum ab. Folge davon ist dann eine zu geringe Körper-Endgröße. Weiterhin sind natürlich alle Folgen der Androgene (männliche Sexualhormone), wie Muskelwachstum und vermehrte Virilisierung (Vermännlichung). Diese Nebenwirkungen treten aber nur bei unkontrollierter Testosteronzufuhr auf. Wenn die Testosteron-Konzentration gering gehalten wird und nicht über Monate behandelt wird, sind die Nebenwirkungen gering.
Vor einer Beschneidung sollten grundsätzlich mehrere ärztliche Meinungen eingeholt werden. Insbesondere, wenn diese medizinisch begründet wird und der Patient eigentlich keine Beschneidung wünscht, so sollte ein zweiter Arzt befragt werden. Grundsätzlich sind die Landesärztekammern bei der Suche nach Fachspezialisten behilflich. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen haben entsprechende offizielle Arztlisten. ProFamilia und Männerberatungsbüros haben informelle Listen, anhand derer sie Ärzte empfehlen.
Dehnung der Vorhaut:
Der junge Mann kann auch seine Vorhaut vorsichtig selbst dehnen. Hierbei darf keine Gewalt angewandt werden, es besteht sonst die Möglichkeit der Narbenphimose oder der Paraphimose.
Z-Plastik:
Sehr oft glückt es nicht, die Vorhaut zu dehnen. Dann kann eine kleine plastische Operation, bei der nichts entfernt wird, helfen. Auf der dorsalen (oberen) Seite der Vorhaut wird an der Engstelle ein kleiner Längsschnitt gemacht, so weit, bis die Engstelle sich weit genug auseinanderziehen lässt. Dieser Schnitt wird dann quer wieder zusammengenäht. Das Ergebnis ist eine ausreichend weite, vollständig erhaltene Vorhaut mit allen ihren Funktionen, die allerdings auf der Oberseite kürzer ist, als auf der unteren. Der Junge kann später selbst entscheiden, ob er aus kosmetischen Gründen auf der Unterseite etwas abtrennen lässt, um eine runde Präputialöffnung zu erhalten. Die Methode ist leider bisher noch nicht allgemein bekannt und darf nicht sonstigen plastischen Operationen verwechselt werden. Diese Operationmethode kommt aber nicht in Frage, wenn bereits Vernarbungen vorliegen.
Keilförmige Teilresektion:
Es wird nur die Engstelle entfernt (1/4 oder 1/3-Beschneidung). Diese Methode wird selten angewandt, da es oft zur Vernarbung und erneuter Phimose kommt, was dann eine weitere Operation (Total- oder 3/4-Beschneidung) erfordert. Teilresektion: Die Vorhaut wird nicht völlig entfernt (2/3 oder 3/4-Beschneidung). Oder es wird eine recht aufwendige plastische Operation vorgenommen, bei der das innere Hautblatt (=Schleimhaut) entfernt und das äußere Hautblatt nach innen geklappt und festgenäht wird. Auch das ist im Grunde genommen eine (teilweise) Beschneidung. Diese Methoden werden heute relativ oft angewandt, wenn eine vollständige Beschneidung abgelehnt wird.
Resektion:
Radikale Beschneidung. Einer der Fälle, wo eine Beschneidung medizinisch indiziert ist, dürfte ein Diabetes Mellitus sein, bei dem es wiederholt zu Narbenphimosen kommt.
Der Vorgang der Beschneidung
Die Beschneidung wird entweder unter Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Bei einer vollständigen Beschneidung wird die nach vorne gezogen Vorhaut über der Eichelspitze abgetrennt. Das äußere Vorhautblatt wird hinter die Eichel geschoben. Das innere Vorhautblatt, dass die Eichel noch bedeckt wird auf ca. 1cm verkürzt. Dann werden beide Hauthälften miteinander vernäht. Das Vorhautbändchen wird quer aufgetrennt und dann längs vernäht. Da jeder Körper anders reagiert, kann die Heilung unterschiedlich lange dauern. Aber in der Regel können die Fäden nach zwei Wochen entfernt werden. Eine Narbenbildung ist fast auszuschließen, besonders wenn man den verheilten Schnitt in den ersten Wochen nach der Beschneidung massiert.
Während der Heilphase sollten Erektionen vermieden werden um ein Aufreißen der Naht zu verhindern.
Nach der Beschneidung
Selbstverständlich solltest Du anfangs behutsam mit Deinem Glied umgehen. Jeder Frischbeschnittene wird natürlich seine eigene Sexualität mit oder ohne Gleitmittel neu entdecken. Dies umfasst auch die Entdeckung neuer erregender Techniken bei der Selbstbefriedigung. So erlebst Du Höhepunkte in völlig neuartiger Qualität. Die langsamere und stetigere Reizung des Penis beim Oral- und Geschlechtsverkehr erlaubt Dir eine optimale Steuerung des Orgasmus. Du erreichst dann Deinen Höhepunkt kontrollierter. Die meisten beschnittenen Männer empfinden den Orgasmus auch intensiver. Nach der Beschneidung kann sich die Eichel freier entfalten, denn sie wird nicht mehr unter der Vorhaut eingezwängt. Dadurch wird sie meist nicht nur optisch größer, sondern sie sieht auch noch wesentlich erotischer aus. Quelle: http://private.freepage.de/path/Beschneidung2.htm
Probleme mit der Vorhaut:
Aufblähen der Vorhaut beim Urinieren (bei Kleinkindern)
Bläht sich beim Entleeren der Blase die Vorhaut stark auf, dann ist vielleicht die Präputialöffnung zu eng. Behandlung siehe unter Phimose, wobei es völlig ausreicht, die Präputialöffnung so weit zu dehnen, dass das Aufblähen beseitigt wird. Das Erlangen einer völligen Zurückziehbarkeit der Vorhaut ist nicht erforderlich.
Balanitis
Eine Entzündung der Eichel.
Behandlungsmöglichkeiten: Salben, Antibiotika.
Balanoposthitis Eine Entzündung von Eichel und Vorhaut.
Behandlungsmöglichkeiten: Salben, Antibiotika.
Hypospadie
Eine embryonale Entwicklungsstörung, die dazu führt, dass der Meatus (die Harnröhrenöffnung) nicht an der vorgesehenen Stelle sitzt, sondern an der ventralen (unteren) Penisseite. Bei einer leichten Form liegt der Meatus unter der Vorhaut, das Kind kann normal urinieren. In schwereren Fällen liegt der Meatus irgendwo am Schaft, der Patient muss sich zum Urinieren hinsetzen. Zur chirurgischen Reparatur muss oft ein Stück der Vorhaut verwendet werden.
Kondome rutschen ab
Das kann verschiedene Ursachen haben, z. B. wurde das Kondom vielleicht nicht richtig benutzt. Oder der Penis ist "zu klein". Da es individuell verschiedene Größen gibt, gibt es auch z. B. kleinere Kondome. Manche Kondome sind auch einfach sehr kurz, dann sollte man die Marke wechseln. Auch eine besonders lange Vorhaut kann Schwierigkeiten bei der Kondombenutzung machen. In diesem Fall eignen sich Kondome, die am "Kopf" weiter sind, besser.
Narbenphimose
Einrisse und beim Abheilen Vernarbung der Präputialöffnung. Verursacht z. B. durch gewaltsame Versuche, bei Kleinkindern vorzeitig die Vorhaut zurückzuziehen, durch mangelnde Hygiene, durch übertriebene Dehnungsversuche bei Phimose, durch Diabetes. Ist problematisch, da Narbengewebe immer härter als normales Gewebe ist, daher kann die Narbenphimose erneut auftreten, was die Vernarbung verstärkt. Abhilfe kann der Versuch schaffen, die Vorhaut mit Hilfe einer die Heilung beschleunigenden Salbe im zurückgezogenen Zustand ausheilen zu lassen. In schweren Fällen kann eine teilweise Beschneidung erforderlich werden.
Peniskrebs
ist äußerst selten und tritt erst im fortgeschrittenen Alter auf. Bei beschnittenen Männern ist die Gefahr Peniskrebs zu bekommen geringer.
Paraphimose ("spanischer Kragen")
Bei einer sehr engen Vorhaut (Phimose) kann es zu einem Zustand kommen, dass die Engstelle im Sulcus (der Rille hinter der Eichel) gefangen wird, die Eichel schwillt an, die Vorhaut lässt sich nicht wieder vorschieben. Der Zustand ist sehr schmerzhaft, kann zu Nekrose (Absterben) der Eichel führen und muss sofort behandelt werden.
Behandlung:
Gelingt es nicht, durch Zusammenpressen das Blut aus der Eichel herauszudrücken und dadurch das Problem zu lösen, muss ein Arzt auf der dorsalen (oberen) Seite der Vorhaut einen Einschnitt oder auch mehrere kleine Einschnitte machen. Es kann dann später die Phimose durch eine plastische Operation beseitigt werden (siehe Phimose).
Phimose (Vorhautverengung)
Von einer Phimose spricht man, wenn die Präputialöffnung (die Öffnung der Vorhaut) so eng ist, dass sich die Vorhaut nur schwer oder gar nicht über die Eichel zurückziehen lässt, insbesondere in erigiertem Zustand des Penis. Hier muss man zwischen einer infantilen Phimose, die bis zum Alter von etwa 15 Jahren völlig normal ist und meistens von selbst weggeht, und einer pathologischen (krankhaften) Phimose unterscheiden, die normalerweise der Behandlung bedarf. Achtung: "Verklebungen" (s. u.) der Vorhaut mit der Eichel, wie sie bei Kleinkindern häufig vorkommen und manchmal bis ins frühe Jugendalter bestehen bleiben, sind keine Phimose und bedürfen normalerweise keiner Behandlung.
Posthitis
Eine Entzündung der Vorhaut.
Behandlungsmöglichkeiten: Salben, Antibiotika.
Smegma
nennt man die wachsartige weiße Substanz, die sich unter der Vorhaut bildet. Dies ist zwar kein krankhafter Zustand, kann aber zu Erkrankungen insbesondere Entzündungen führen. Die Menge des Smegmas kann individuell unterschiedlich sein und hängt insbesondere von der Genitalreinlichkeit ab. Es besteht aus Drüsensekret und abgeschilferten Hautzellen. Es ist empfehlenswert, sich täglich unter der Vorhaut zu waschen.
"Verklebte" Vorhaut
Bei ca. 98 % aller neugeborenen Jungen ist die Vorhaut mit der Eichel verbunden, d. h., nicht zurückziehbar. Dieser Zustand ist von der Natur wohlweislich so vorgesehen, um das Eindringen von Keimen zu verhindern. Die Vorhaut löst sich normalerweise von selbst in den ersten Lebensmonaten oder -jahren. Eltern sollten keinesfalls versuchen, diese gewaltsam zurückzuziehen.
In einigen Fällen kann sich die natürliche Entwicklung verzögern. Dann wird eine völlige Zurückziehbarkeit erst im späten Kindes- oder frühen Jugendalter erreicht, was normalerweise kein Problem darstellt. Falls wirklich erforderlich (etwa bei häufig wiederkehrenden Entzündungen, oder wenn im Alter von ca. 15 Jahren noch Anhaftungen bestehen), können die restlichen Verklebungen von einem Arzt unter örtlicher Betäubung (Salbe) mit einer Sonde gelöst werden.
Zu kurze Vorhaut
Wie alles am Menschen sind auch die Geschlechtsteile sehr individuell und unterschiedlich. Daher ist auch eine Vorhaut, die die Eichel (im schlaffen Zustand des Penis) nur teilweise bedeckt, im Rahmen des Normalen. In einzelnen Fällen (besonders bei Asiaten) kann die Vorhaut sogar so kurz sein, dass sie sich hinter der Eichel "verkriecht".
Zu kurzes Frenulum (Bändchen)
Bei dieser Formvariante ist die Vorhaut nur bis zu einem bestimmten Punkt zurückziehbar, dann zieht das Frenulum die Eichel nach unten. Manchmal reißt das Bändchen auch unter Belastung, wenn es sehr dünn ist. Der Zustand darf nicht mit einer Phimose verwechselt werden. Chirurgische Abhilfe besteht ggf. im Durchtrennen des Bändchens. Wobei beachtet werden muss, dass die im Frenulum verlaufende Arterie gut unterbunden wird.
Zu lange Vorhaut
Eine Vorhaut, die die Eichel überragt und davor vielleicht ein "Rüsselchen" bildet, ist durchaus im Rahmen des Normalen. Manchmal bleibt dann auch bei einer Erektion die Eichel von Haut bedeckt. Das ist keine Indikation für eine Beschneidung. Probleme gibt es wahrscheinlich kaum, nur die Verwendung von Kondomen kann etwas erschwert werden.
Quelle: http://members.aol.com/Pillcock/Probleme.html
Quelle: http://www.gayserver.de/beschneid_schwerp.html (Link ist veraltet)
Über den Autor:
Haydar Karatepe ist Facharzt für Allgemeinmedizin in Frankfurt und dort in eigener Praxis tätig. Sein Spezialgebiet ist Sexualmedizin und Männerheilkunde
Mehr Info unter: www.karatepe.de
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